Gitte Jabs – Es ist etwas senkrecht

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Im Grunde ist alles etwas senkrecht. Dieser Titel definiert überhaupt nichts und besagt raumtheoretisch nur, dass alles auch etwas schräg ist.
Bei ihrer Auseinandersetzung mit Raum im medialen Sinne, bedient sich Gitte Jabs den Mitteln der Collage, der Malerei, Skulptur und Video und negiert so die Grenzen der disziplinären Kategorisierung kategorisch.
Mittelpunkt der Ausstellung wird eine horizontale Projektion sein, die die Frage aufwirft: lassen sich orthogonale Systeme in einer Zeit virtueller Räume halten? und wie groß ist die reelle Gefahr von Epizentren in Altona?
Die durch die mediale Machbarkeit stattfindende Gleichzeitigkeit des täglichen Bildraumes degeneriert alle formalen Wände.
Die Ikonographie der Postmoderne befindet sich im Internet, in den Zeitungen und in unseren Köpfen. Der Verlust des linearen Bildraums in unserer Zeit ermöglicht uns einen Konsens mit Allem, was wir selber wählen, oder um es anders zu sagen: An-sich hat nichts eine Ansicht.
Gitte Jabs´ Kunst besteht weniger darin, neue Motive zu erfinden, sondern darin, eine Auswahl aus Bildern zu treffen, die Teil unserer Gesellschaft sind, sich selbst zu kuratieren und die Bilder durch Reproduktion und Transformierung in ihren eigenen Kontext zu bringen.

Gitte Jabs, lebt und arbeitet in Hamburg und hat im Februar 2012 ihr Studium an der Hochschule für Bildende Künste bei Anselm Reyle im Fachbereich Malerei abgeschlossen.

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