Fata Morgana – Daniel Jasser und Ting Zhang

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Fata Morgana

Austellung von Ting Zhang und Daniel Jasser.

Eröffnung: 16.09.2016 ab 20Uhr

Ausstellung: 17.09.2016 – 23.09.2016

Die Bezeichnung Fata Morgana beschreibt ein physikalisches Phänomen. Umgangssprachlich wird der Begriff auch als Synonym für eine Sinnestäuschung in der Wüste oder auf dem Meer benutzt. In Märchen, Erzählungen und Film kommt die Fata Morgana oftmals als Erscheinung vor, die an heißen und entlegenen Orten auftritt und Reisende ins Unglück stürzen kann. In dieser Verbindung suggeriert die Bezeichnung exotische, traumhafte und mystische bis manchmal unheilvolle Eigenschaften. Im übertragenden Sinne widmet sich der Begriff Fata Morgana in der
Ausstellung der Suche nach der Wirk-lichkeit. Ist die Fata Morgana für den Betrachter ein erklärbares Phänomen oder eine traumhafte Erscheinung? Vor diesem Hintergrund versuchen Ting Zhang und Daniel Jasser im Zusammenspiel das Spannungsverhältnis zwischen Bild und Wirklichkeit neu zu komponieren und zu verhandeln.

 

 

 

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Daniel Jasser, geboren 1989, studiert seit 2012 Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). Schwerpunkt seiner Arbeit ist vor allem das malerische Konstruieren von Landschaften. Hierbei spielt die Entwicklung der Landschaftsmalerei, vom Mittelalter bis heute, zu einem eigenständigen Genre eine wahrnehmbare Rolle. In mittelalterlichen Darstellungen war die Landschaft im Wesentlichen als Geländeformation oder architektonisches Element vorhanden, um Personen oder Szenen im Bild zu verorten. Dies änderte sich etwa ab dem 17. Jahrhundert nachhaltig. Richtungsweisend für Daniel Jassers Arbeiten ist neben den kunsthistorischen Anklängen auch die eigene Erinnerung. Erinnerungen sind für ihn, ähnlich wie Bilder, Ausschnitte eines Kontextes, die eine ‚ver-rückte‘ und veränderte Darstellung des eigentlich Erlebten wiedergeben. Vor diesem Hintergrund entstehen reduzierte Bildkonstruktionen und Objekte, die durch ihre meist monochrome Malweise eine Verzerrung des Bildinhaltes hervorrufen und die Entstehung des Bildes mit seinen verschiedenen Ebenen neu betrachten lassen.

 

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Ting Zhang ist 1982 in China geboren und aufgewaschen .Von 2004 bis 2010 studierte er Malerei in Japan . 2015 absolvierte er sein Master Studium bei Werner Büttner an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.Ting Zhang beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit der figurativen Malerei.Sein Interesse gilt dem Spannungsverhältnis  zwischen  Individuum und Kollektiv.Soziale, politische und religiöse Kontexte sind maßgebend für seine Arbeiten. In seinen Bildern stellt Ting Zhang immer eine ‚Macht‘ dar. Der Bergriff ‚Macht‘ bezieht sich hierbei zum Beispiel auf gesellschaftliche Unterdrückung, moralische Vorstellungen, Glaubensfragen und radikale Weltanschauungen. Die Bilder stammen  vom Dialog zwischen dem Maler und der Welt die ihn umgibt. Die Arbeiten verfolgen nicht nur den Sinn der Gesellschaftskritik sondern stellen auch die Frage nach unserer Identität und Existenz.