Marte Kiessling
zusammen mit Móka Farkas
ArtCity-Service - Verbiegen der Wahrscheinlichkeiten
Was macht eine Stadt attraktiv?
Nach Meinung der Stadtentwickler die Kreativität. Der ArtCity-Service fragt demnach Künstler direkt nach Lösungen. Eine Aufwertung und damit zusammenhängend die Gentrifizierung fängt meist damit an, dass sogenannte „Kreative„ einen Stadtteil bevölkern, die in den Augen der Stadtentwickler als problematisch gilt.
Bei Entscheidungsprozessen für die Sanierung von Gebäuden und Neugestaltung der Plätze zählt allein die Effizienz: also möglichst billig zu bauen (außer bei privatwirtschaftlich betriebenen Gebäuden, die noch etwas anderes mitrepräsentieren).
Attraktivität und Anziehungskraft für Bewohner wie Besucher besteht allerdings aus einem anderen Stoff als Neubau und sichere technische Ausführung. Ungewöhnliche Vorschläge und Lösungen, die nur kreativ Denkende bieten können, um den öffentlichen Raum lebenswert zu machen und Besucher anzulocken, finden selten Eingang bei stadtentwicklerischen Prozessen.
Damit Künstler nicht nur auf die Rolle als Vorboten der Gentrifizierung reduziert werden, hat ArtCityService für eine mögliche “RE-Attraktivierung“ des Steindamms etwa 30 Künstler um Vorschläge gebeten. Was diese zurückgeschickt haben, kann bis zum 03. August im CASINO angesehen werden.
Móka Farkas und Marte Kiessling danken den folgenden Personen fürs Mitmachen und ihre spontane Bereitschaft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen:
- Jokinen
- Michael Conrads
- Uli Brose
- Hannah Kowalski
- Moki
- Patrick Farzar
- Almut Grypstra
- Jörn Stahlschmidt
- Funk25
- Philipp Haffner
- Vanessa Nica Mueller
- Wolfgang Fütterer
- Jonas Kolenc
- Hans-Christian Saylors
- Michael Thomas
- Cordula Ditz
- Anna-Lena Grau
- Rupprecht Matthies
Datum und Ort
Die Ideen werden in Form von Collagen im CASINO ausgestellt.
Websites
www.martemarte.de, www.cameracartell.com



